Archive for August 2007
Reispfanne und Obstsalat mit Korn

Foto: Scholli2000
Das war cool. Die Reispfanne von gestern (ich berichtete nicht) mit Sultaninen und gerösteten Pinienkernen verfeinert. Die Idee hab ich von hier (Pinienkerne im Couscous). Das Rezept (der Tag Wartezeit ist nicht erforderlich) geht so:
- Rinderhack in einer Pfanne anbraten.
- Eine Paprika (ich hatte ne gelbe),
- eine Möhre und
- eine Zwiebel fein würfeln und zum Hack geben.
- eine Tasse Reis (Basmati) dazu und ein wenig anbraten.
- Mit zwei Tassen gesalzenem Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen,
- Deckel drauf und ziehen lassen bis der Reis gar ist.
- Nach etwa 10 Minuten Sultaninen und eine Packung Feta (mit den Fingern zerbröseln) dazu.
- Salz (Vorsicht!Lieber zu wenig als zu viel, da Teile des Wassers verdunsten und dadurch alles am Ende kräftiger wird als man denken könnte ;-), Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander (gemahlen), gerösteten Pinienkernen und etwas Zucker würzen.
Wenn der Reis weich ist, mit Joghurt servieren. Aufgewärmt schmeckt die Pfanne super. Man kann beim Aufwärmen den Reis richtig schön anbraten, das verleiht dem Gericht noch zusätzlich Geschmack.
Anschließend gab es Obstsalat aus frischen Früchten, der mit Korn und Sahne verfeinert wurde.

Foto: Scholli2000
Für Schollis Obstsalat schneide klein und mische man
- eine Banane
- einen Apfel
- eine handvoll von so ner Art Mirabellen
- einen Pfirsich (Mist, den hab ich vergessen)
- Rosinen (die muss man nicht kleinschneiden)
Das Ganze mit
- Zitronensaft,
- Zucker und
- Hochprozentigem (ich hatte als Eifler eben nur Korn da)
abschmecken. Schlagsahne drauf, fertig! Für den richtigen Biss sorgte ein Haufen Sonnenblumenkerne.
3 comments 29. 8. 2007
Molekularküche: Kochsalz selbstgemacht

Foto: Scholli2000
Hier ein Rezept aus meinen Kochanfängen, als ich mich nebenher noch mit Kosmos-Chemieexperimentierkästen beschäftigte.
Kochsalz im Eigenbau geht so:
- Aus Käse (sehr gut geeignet ist der von mir verwendete Brie) Natrium (klein) und Chloratome (groß) formen und
- mit Elektro-und-Gitterenergiesalzstangen miteinander verbinden.
Dazu passt ein kräftiger Rotwein, zum Beispiel Côtes du Ventoux.
Am besten schmecken Kochsalzmoleküle, wenn man sehr viele davon in einem Kristallgitter anordnet und z.B. auf ein Frühstücksei streut.
Add comment 27. 8. 2007
Ananas
Hinweis - Ernährung bei Magenkrebs: In letzter Zeit bekomme ich täglich Besucher, die sich hier über die Ernährung bei Magenkrebs informieren möchten, weil der Begriff in den Kommentaren auftaucht. Da ich selber nicht helfen kann, verweise ich an externe Quellen, z.B.:
Hawaii-Toast

Foto: scholli2000
Eine ganze Ananas im Kühlschrank! Dabei mag ich die eigentlich gar nicht.
Ein Glück, dass Dimitri von Unter Wasser mich mit seinem außergewöhnlichen Gedicht auf die rettende Idee gebracht hat. Da es sich um eine frische Ananas handelt, habe ich die weiteren Zutaten besonders sorgfältig zusammengestellt.
- 1 Ananas in etwa 1cm dicke Scheiben schneiden,
- je 1 Scheibe auf getoastete, leicht gebutterte Vollkorntoastbrotscheiben legen,
- je eine Scheibe gekochten Schinken zwischen Ananas und Toast (ähem) legen. Beachtet unbedingt vor dem Einkauf die Hinweise der Stiftung Warentest!
- Je eine Scheibe schmelzbaren Käse (um der edlen frischen Ananas etwas entgegenzustellen, habe ich Greyerzer bzw. Gruyère genommen, Emmentaler oder Holländer geht natürlich auch) drauf und
- im Backofen bei Oberhitze oder Infrarotgrill überbacken.
- Am Ende eine kleine Kirsche zur Deko in das Loch der Ananasscheibe drücken (hatte ich leider nicht).
Eine Ananas reicht locker für zehn Toastscheiben! Und im Prinzip mag ich Ananas doch.
Dazu passt der Duft der weiten Welt, z.B. Musik von Billy Mo.
Weiterführende Literatur: Die tragische Geschichte des Erfinders des Hawaiitoasts, Clemens Wilmenrod.

Foto: scholli2000
6 comments 26. 8. 2007
Literaturecke
Dimitri hat ein schönes Gedicht zum Thema Flammkuchenkochen veröffentlicht:
Rot und heiß glüht der Reaktor,
und ich knet’ den Teig [...]
Auch der Rest von Dimitris Werk ist äußerst lesens- und ansehenswert. Wer nicht wasserscheu ist, sollte sich schleunigst aufmachen in die Tiefsee!
Add comment 25. 8. 2007
„Hühnerfrikassee“

Foto: Scholli2000
Ja, ja, wenn man spät nach Hause kommt, gehts manchmal nicht anders: Hühnerfrikassee aus dem Tiefkühlpack mit hastig zubereitetem Basmatireis. Rezept brauchen wir hier keins, das steht ja im Prinzip auf der Packung.
Da ich mir jetzt vorgenommen habe, tatsächlich als Indiekoch zu firmieren, hab ich während des Kochens entgegen der Anleitung telefoniert, während des Telefonierens den Kochbeutel aufgeschnitten und dessen Inhalt mit dem Reis auf einen Teller geschüttet, weiter telefoniert, als alles wieder kalt war, es wieder in den Topf getan, wieder heiß gemacht, weiter telefoniert und anschließend gegessen. Prächtig!
Aufgewärmt schmeckt es eben am besten! ;-)
3 comments 24. 8. 2007
Mozzarella in Carrozza – rheinisch mit grünem Salatreigen

Foto: Scholli2000
Drei glückliche Zufälle führten zu einem leckeren Sonntagabendsnack:
- Vom Sonntagsfrühstück war noch ein Körnerbrötchen übrig und vom gestrigen Flammkuchenesseneinkauf einiger grüner Salat und Rucola.
- In meinem Kühlschrank befanden sich noch Mozzarella-Reste.
- In meinem Lieblingskochbuch, dem Conran Kochbuch, hatte ich oft schon das Bild vom Mozzarella in Carrozza bewundert, das viel schöner ist als mein obiges und auch als alle Google-Bilder zu dem Thema.
Also führte quasi kein Weg am Mozzarella in Carrozza vorbei.
Hinweis: Da es sich um ein Körnerbrötchen handelte, konnte ich dem Mozzarella nicht die gewohnte italienische weiche carrozza bieten, sondern nur die rustikale rheinische Variante.
Außerdem kann man Sardellenfilets mit in die carrozza legen, aber leider hatte ich keine mehr. Da der Mozzarella aber auch nur die langweilige Kuhmilch-Variante war (weshalb kaufe ich die überhaupt?), passte es irgendwie.
Das Rezept ist sehr einfach:
- Brötchen in Scheiben schneiden.
- Aus je zwei Scheiben und
- einer mittig eingelegten Scheibe Mozzarella Sandwiches basteln.
- 1 Ei in einem Teller zerkleppern und
- die Sandwiches darin wenden.
- In nicht zu wenig heißem Öl goldgelb backen und noch heiß verzehren.
Dazu gab es einen improvisierten grünen Salat aus verschiedenen Blattsalatsorten, Rucola, Walnüssen, Pinienkernen und einem Essig-Öl-Joghurt-Salz-Pfeffer-Zucker-und-ein-bisschen-Ketchup-Dressing. Nämlich der Salat, der vom vortägigen Flammkuchenessen übrig war.
Leckerheit: Es hat toll geschmeckt, wie alles mit gebratenem Brot und Käse, allerdings war der Kuh-Mozzarella erwartungsgemäß laff und nichtssagend.
Hausaufgabe für nächsten Freitag: welche beliebte Zutat (außer Sardellen), die ebenfalls oft zum Mozzarella in die carrozza gelegt wird, hätte Scholli2000 im Haus gehabt, wusste aber beim Kochen noch nicht, dass es eine beliebte Zutat ist??
Auflösung: getrocknete Tomaten, mjam.
1 comment 20. 8. 2007
Scholli2000 bei Tomarcte
Soeben hab ich gesehen, dass Tomarcte einen ganz lieben Artikel über diesen Blog geschrieben hat. Dankeschön dafür.
Da ich ja noch ganz unerfahren bin, freue ich mich, nun auch die Trackback-Funktion von WordPress testen zu können. Hoffentlich hab ich’s auch richtig gemacht. :-))
2 comments 20. 8. 2007
Independenter Flammkuchen

Foto: Scholli2000
Nach tomarctes aufmunterndem Kommentar habe ich am Samstag wieder kulturelle Grenzzäune eingerissen. Die erfreuliche Folge dieses Übermuts ist das zweite pseudo-schwäbsche Rezept: Flammkuchen.
Nach ausführlicher Recherche sowohl in meinen drei Kochbüchern als auch in der Wikipedia, im Rezepte-Wiki und bei Chefkoch.de, habe ich mich für eine Mischvariante entschieden, die sich (also ich) folgendermaßen gestaltete:
Teig (für zwei Bleche – reicht für zwei normale Esser und einen Vielfraß)
- In 500g Mehl mit der Hand eine Mulde drücken – es handelte sich um Typ 1050, der sich beim Ausrollen etwas widerspenstig verhielt, aber zu einem recht brotigen Geschmack des Teigs führte.
- Ein halbes Päckchen Hefe in einer halben Tasse lauwarmen Wassers auflösen, in die Mulde geben und mit ein wenig Mehl überdecken.
- Eine halbe Stunde an einem warmen Platz gehen lassen. Ich stelle den Teig immer in den Backofen bei eingeschalteter Beleuchtung.
- Anschließend wird der Teig mit Knethaken oder per Hand geknetet. Dabei
- ein wenig Salz und
- Wasser zugeben, bis der Teig eine schöne Konsistenz hat – etwa ein Viertelliter.
- Den gekneteten Teig in zwei Hälften teilen und wieder mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Dazu lasse ich den Teig als zwei mit einem Geschirrtuch bedeckte Kugeln auf der Arbeitsplatte liegen.
- Nach der Gehzeit wird der Teig mit den Händen kräftig durchgeknetet und zu flachen Teigfladen ausgerollt.
Belag
Bei meiner Recherche habe ich unzählige Varianten für den Belag gefunden – mit Schmand, saurer Sahne, Quark, mit Mehl aufgekochter Milch usw. Beim Einkaufen kam mir erst Quark und dann saure Sahne in die Quere:
- 400g Quark mit
- 100g saurer Sahne,
- Salz,
- Muskat und
- Pfeffer mischen.
- 4-5 große Zwiebeln in schmale Streifen schneiden,
- reichlich schmale Speckstreifen auslassen und mit den Zwieben anbraten.
Backen
- Die Quark-Sahne-Mischung auf dem ausgerollten Teig verteilen,
- danach den Speck und die Zwiebeln obendrauf.
- Alles kommt bei 275° in den Ofen – der kann gerne auch heißer sein, aber meiner kann nicht mehr.
- Ca. 5 Minuten backen bzw. bis die Zwiebeln und Teigränder dunkelbraun werden.
- Heiß aufessen!
Dazu habe ich einen grünen Salat gemacht (siehe morgigen Bericht).
2 comments 19. 8. 2007
Fischfrikadellen und warmer Kartoffelsalat

Foto: Scholli2000
Heute Abend auf der Heimfahrt bekam ich Lust auf Fischfrikadellen, hatte aber keinen Plan, was ich dazu essen könnte. Als Binnenländer kannte ich Fischfrikadellen bisher nämlich nur vom Nordsee-Restaurant in Form des „Bremers“ und von ersten Selbstkochversuchen, die aber ohne Beilage auskommen mussten.
Also Google angeschmissen und schnell dem Vorschlag begegnet, Kartoffelsalat dazu zu reichen. Als ich dann noch ein Fischfrikadellenrezept mit Speck fand, fiel mir wieder der leckere warme Kartoffelsalat mit Speck und Brühe ein, den ich als Kind öfter gegessen habe und der immer mal wieder in meinem Kopf rumwuselt. Also, so sah mein Abendmahl aus:
Warmer Kartoffelsalat
- ca. 1 Pfund Pellkartoffeln kochen (aus festkochenden Kartoffeln), schälen und in Scheiben schneiden,
- noch warm mit 3 EL Essig und
- einer Tasse Fleischbrühe übergießen.
- Darüber eine fein gehackte kleine Zwiebel streuen.
- Speck in einer Pfanne auslassen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.
- Mit dem Fett über die Kartoffeln geben (ich habe erst noch die Fischfrikadellen in dem Fett gebacken.)
- Gehackten Dill, Petersilie und Schnittlauch hinzufügen und vermengen.
Fischfrikadellen (für eine Person)
- zwei kleine weiße Fischfilets (Kabeljau) in Mixer oder Fleischwolf zerkleinern,
- eine gehackte kleine Zwiebel,
- eine Handvoll Paniermehl (habe ich aus einer Scheibe Toast mit dem Stabmixer erzeugt),
- Petersilie,
- Dill,
- Zitronensaft und
- 1 Ei (hätte auch ein halbes sein können) dazugeben und in einer Schüssel verrühren.
- Mit der Hand kleine Frikadellen formen,
- diese in Paniermehl wenden und
- in der Pfanne ausbacken. Zum Ausbacken habe ich das ausgelassene Fett vom Speck für den Kartoffelsalat genommen:
Meine Kochreihenfolge:
- Kartoffeln aufsetzen (brauchen ca. 20 Minuten)
- Speck in Pfanne geben und zum Auslassen langsam erhitzen
- Fleischbrühe erhitzen (z.B. zuvor eingefrorene oder auch klare Brühe aus dem Glas)
- Fisch zerkleinern und Frikadellenmasse herstellen
- erste Ladung Frikadellen zum Speck in die Pfanne und ausbacken
- Kartoffeln abschütten und in Scheiben schneiden
- Kartoffeln zurück in den Topf (zum Warmhalten), Fleischbrühe, Zwiebeln und Speck darübergeben, ebenso die Kräuter
- restliche Frikadellen backen.
- Essen.
3 comments 17. 8. 2007
Chili con Carne anders
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Foto: Scholli2000
Gestern wünschte sich mein Mitesser Chili con Carne. Wie blöd, dass ich darauf gar keine Lust hatte! Dachte ich. Mit der Rezeptsuche bei Chefkoch war nämlich schnell ein Kompromissgericht gefunden:
Chili-con-Carne-Auflauf – auf das Rezept verzichte ich hier, das gibt’s hinter dem Link.
Ach ja: es war recht lecker! (Sonst hätte ich es hier auch gar nicht veröffentlicht.)
Add comment 9. 8. 2007


