Archive for September 2007

Mini-Menü

Lammfilet 2
Foto: Scholli2000

Das Foto könnte euch bekannt vorkommen, schließlich hatte ich die Lammsteaks mit griechischem Reis erst vor ein paar Tagen. Diesmal war der Anspruch allerdings um einiges höher, weil ich Besuch erwartete.

Für halb neun waren die zwei angekündigt, so dass ich hoffen durfte, dass die gegen 16.00 Uhr aus dem Tiefkühlschrank genommenen zwei Pakete Lammsteaks bis zur Ankunft aufgetaut sein würden.

Es sollte ein kleines Menü geben. Als Vorspeise entschied ich mich für den Thunfischflammkuchen, der kürzlich bei Kochen mit Liebe vorgestellt wurde. Dazu gab es Feldsalat mit einer warmen Vinaigrette.

Der Feldsalat war nicht schlecht, es fehlte aber ein bisschen Pepp. Heute hat mir das Dressing aufgewärmt um einiges besser geschmeckt als am Freitag.

Als Hauptspeise gab es die oben genannten Lammsteaks (je drei kleine Steaks pro Teller), dazu griechischen Reis – diesmal haargenau nach Rezept zubereitet – und kleine halbierte Pflaumentomaten, die ich in der Pfanne der Lammfilets mit einem Schuss Weinbrand, Butter und Sahne schwimmen ließ.

Die Lammsteaks waren bis auf das dickste Stück, das noch ein wenig zu roh war, wirklich perfekt. Sie wurden in der Pfanne sehr heiß von beiden Seiten in Olivenöl und mit Thymian und Rosmarin schön braun angebraten und anschließend in den Ofen, der noch etwa 100°C vom Flammkuchenbacken hatte, geschoben.

Auf die Steaks habe ich gewürfelte getrocknete Tomaten gelegt und außerdem die gebratenen Thymian- und Rosmarinzweige aus der Pfanne.

Auf dem Bild sind hinten links noch frische Feigenviertel zu sehen, die ich bei der heutigen aufgewärmten Version mit in die Sahnesoße geschmissen habe.

Ach ja: da ich sehr viel vom Spruch „Das Auge isst mit“ halte, habe ich den Reis in einer Tasse zu kleinen Hügeln geformt. Nicht sonderlich originell, aber wirksam. :-)

Wir fanden es alles in allem recht lecker.

Nachtrag 10.01.2008: Ich habe hier fälschlicherweise von Lammfilet gesprochen. Es handelte sich aber nicht um Filetstücke, sondern um Lammsteaks. Dies habe ich jetzt oben korrigiert.

2 comments 30. 9. 2007

Bohneneintopf

Bohneneintopf
Foto: Scholli2000

Der Kochen-mit-Liebe-Blog glänzt mit einem Erbseneintopf. Da kann Scholli sich nicht zurückhalten und kontert mit Bohnensuppe:

  • Ein Stück Speck (kleingeschnitten oder am Stück) in etwas Schmalz oder Öl anbraten,
  • eine halbe gewürfelte Gemüsezwiebel dazu,
  • eine gute Handvoll grüne Bohnen,
  • zwei große Kartoffeln (gewürfelt) und
  • eine ganze Möhre (ggf. weiteres Suppengemüse für den Geschmack) ebenfalls hinzufügen und dünsten bis die Zwiebelwürfel glasig sind.
  • Mit Brühe aufgießen, einen Schuss Essig dazu und 30-40 Minuten köcheln lassen.
  • Gewürzt wird mit Bohnenkraut oder Majoran und Pfeffer.

Dies war auch ein Beitrag aus der Reihe „Kochen wie Oma“. Außer der Inspiration durch Kochen mit Liebe fand zum wiederholten Mal eine Beeinflussung durch die Jülicher Seite Senioren-ins-Netz statt. Independent wurde das Gericht durch die Verwendung von Brühe aus dem Glas, Balsamico- statt Weinessig, weniger Fleisch und einen Hopp saurer Sahne als Krönung.

3 comments 27. 9. 2007

Kohlrabiauflauf und was man aus dem Rest machen kann beziehungsweise was ich gemacht habe

Kohlrabisuppe
Foto: Scholli2000

Vor zwei Wochen hab ich massenhaft Kohlrabi gekauft und bin inzwischen der Rohkohlrabisnacks überdrüssig. Aus den meisten Gemüsen lässt sich mit heller Sauce und Käse ein feiner Auflauf machen, fiel mir ein einmal gehört bzw. gar schon selbst erlebt zu haben.

Also

  • zwei Kohlrabi und zwei große Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden,
  • in moderat gesalzenem Wasser mit
  • einem Bund Thymian und einer Möhre etwa 15 Minuten fast gar kochen.
  • Etwa zwei Esslöffel Butter in einem kleinen Topf schmelzen und etwa dieselbe Menge Mehl dazugeben und verrühren,
  • die Mehlbutter kochlöffelweise mit dem Kochwasser des Gemüses aufgießen und immer wieder glattrühren (siehe auch: Mehlschwitze).
  • Wenn die Flüssigkeit eine schön cremige Konsistenz hat, noch einen Schuß Sahne und ein wenig Muskatnuß dazugeben und fertig ist die Auflaufsoße.
  • In eine gebutterte Auflaufform werden nun die Gemüsescheiben abwechselnd mit der Soße geschichtet und am Ende mit Mozzarellascheiben belegt (alternativ Emmentaler, Bergkäse oder welch Käse Euch beliebt) .
  • 30 Minuten bei 160°C sollten reichen.

Der Auflauf war wirklich okay, ich mußte nur etwas nachsalzen und die Sauce war ein bißchen dünn.

Besser hat mir die Suppe gefallen, die ich aus dem restlichen Kochwasser fabrizierte. Sie entstand nach demselben Prinzip wie die Sauce. Also mit einer Mehlschwitze, die mit dem Wasser aufgegossen und gewürzt wurde und diesmal mit saurer Sahne den letzten Schliff erhielt.

Noch eine kleine Warnung zum Schluß: Mehlschwitze ist heute ein wenig verpönt, also Vorsicht, wenn Ihr einen Gourmet eingeladen habt oder beim „perfekten Dinner“ punkten wollt. Ich bin trotzdem ein Mehlschwitzenfan, weil sie erstens eine schöne Konsistenz ergibt, zweitens der Moment, wenn das Mehlfett aus wässriger Flüssigkeit eine Crème macht, nahezu alchemistisch anmutet und man drittens sehr gehaltvolle Mahlzeiten daraus bereiten kann (in naher Zukunft werde ich Euch mit Öllechszaus bekanntmachen, einer ganz fantastischen Sache zu Salzkartoffeln). Ach ja, und viertens, weil ich zu faul zum Mixerspülen bin.

2 comments 24. 9. 2007

Lammsteaks mit griechischem Reis

Lammfilets mit griechischem Reis
Foto: Scholli2000

Heute habe ich schamlos vom Kochen-mit-Liebe-Blog mein heutiges Essen geklaut. Also, jedenfalls das Rezept, an das ich mich fast penibel gehalten habe. Die einzige Änderung war, dass ich keinen Langkornreis dahatte und stattdessen Basmatireis genommen habe.

Bei Kochen mit Liebe gibt’s das Rezept und sehr schöne Fotos vom fertigen Gericht!

6 comments 16. 9. 2007

Majoranblüten und Fisch

Fisch mit Soße aus Majoranblüten
Foto: Scholli2000 (klicke für Vogelperspektive!)

Wer einen Kräutergarten hat und keine Großfamilie zu versorgen, wird das Problem der Überproduktion kennen. Mir macht schon länger der Busch Majoran Sorge, der seit Wochen in voller Blüte steht und seinen Zenit längst überschritten hat, dabei habe ich in der Küche bisher kaum etwas von ihm benutzt. Da langsam Herbst wird, entschloss ich mich dazu, heute alles abzuernten. Auf dem Foto sieht man im Hintergrund den Stiel des Besens, mit dem ich die heruntergefallenen Majoranteile weggefegt habe. WUSCHH!

Blüten und Blättchen habe ich in einer stundenlangen Aktion von den Ästchen gezupft und eingefroren. Allerdings war ich mir nicht ganz sicher, ob man die Blüten verwenden kann. Daher habe ich eine kleine Majoranblütensoße gemacht und diese heute Abend mit Fisch und Reis gereicht:

  • Eine Handvoll Majoranblüten in Butter angeschwitzt und
  • mit Weißwein abgelöscht.
  • Sahne dazu und etwa 30 Minuten köcheln gelassen.
  • Die Soße gesalzen und probiert, sie war noch etwas gehaltlos.
  • Eine Prise Zucker und ein bisschen Senf machten sie rund.

Dazu habe ich Basmatireis und gedünstete Kabeljaufilets serviert.

Die Soße war sehr lecker, der Fisch auch, aber der gewohnheitsmäßig aufgebrachte Pfeffer war überflüssig.

2 comments 14. 9. 2007

Fischstäbchen deluxe ;-)

Fischstäbchen
Foto: Scholli2000

Schon wieder eine Kindheitserinnerung! Fischstäbchen mit Kartoffelpüree – aber nicht mit dem einfachen, wie Mama es selber aus Kartoffeln stampfte. Mit dem guten aus der Tüte!

(mehr…)

5 comments 11. 9. 2007

Die geilste (und einfachste) Spaghetti-Thunfisch-Soße der Welt!

Spaghetti mit Thunfischsoße
Foto: Scholli2000

Die geilste, leckerste, schnellste und einfachste Thunfischsoße für Spaghetti gibt’s bei mir mindestens zweiwöchentlich.

Sie geht so:

  • 1 Dose Thunfisch mit
  • 1 Becher Sahne (200 g) ,
  • einigen Kapern und
  • etwas Salz ein paar Minütchen köcheln lassen.

Diese Soße mit al dente gekochter Pasta servieren.

Seit ich das Rezept kenne, bin ich süchtig. Wenn man ein Foto von seinem Teller machen möchte, kann man zur Aufhübschung noch etwas Pfeffer obendrauf streuen (s.o.)

13 comments 6. 9. 2007

Schweinebraten

Schweinebraten

Schweinebraten ist wie jedes große Stück Fleisch eine besondere Herausforderung. Das liegt daran, dass man ihn gerne außen knusprig und innen saftig hat. Während man die Knusprigkeit durch einfaches Anschauen prüfen kann, muss man sich beim inneren Zustand auf sein Gefühl oder Berechnung der Kochzeit unter Berücksichtigung der Fleischgröße und -dicke verlassen.

Beim Chefkoch habe ich eine interessante Variante entdeckt: Schweinebraten nur mit Wasser.

Der Braten wird in einem Topf gegart, wobei der Topfboden immer leicht mit Wasser bedeckt ist, das aufgefüllt wird, sobald es verdunstet ist und der Braten anzubrennen droht.

Um’s kurz zu machen: Der Braten sah gut aus, aber die innere Beschaffenheit war nicht ganz optimal. Auch die Kruste war nicht sonderlich knusprig. Beim nächsten Mal wird er wieder auf die alte Art im Backofen zubereitet.

Zum Schweinebraten empfehle ich eine Soße (dazu einfach das Ausgebratene mit Wasser ablöschen, würzen und mit etwas Stärke binden, Fusilli, Spirelli oder Krauselli-Nudeln und einen grünen Salat – super im Winter: Feldsalat – mit einer Salatsoße aus Sahne, Öl und Essig. So gab’s den immer bei meiner Oma.

Ihr seht, seit der Prommetaat befinde ich mich in einer Nostalgieschleife. ;-)

Schweinebraten mit Nudeln

3 comments 3. 9. 2007

Prommetaat

Prommetaat
Foto: Senolli

Es ist Pflaumenzeit und am Sonntag stand zauberhafter Besuch an. Was lag da näher, als einen leckeren Pflaumenkuchen (rheinisch: Promme-, Prumen- oder Prummetaat) zu backen?

Leider war mein Pflaumenbaum zwar voller Pflaumen. Die reifen jedoch waren alle schon angeknabbert bzw. wurden von kleinen Würmchen bewohnt. Daher hat die Ernte auch nicht für ein ganzes Blech gereicht und es gesellten sich weitere Früchte hinzu: Äpfel, Pfirsiche und diese komischen mirabellenertigen roten Früchte von dem Baum am Misthaufen.

Das Rezept für die Taat fand ich auf einer Senioren-ins-Netz-Seite. Leider ist meine Oma nicht mehr unter uns, sonst hätte ich die gefragt. Meine Mutter gab mir noch den Tipp, die Pflaumen oben und unten kreuzförmich (Nachtrag 16.09.: Hab ich das echt so geschrieben? Dabei sagt man uns unter ripuarischem Einfluss Aufgewachsenen doch nach, gar kein ch zu kennen [Was nicht stimmt!] – Vermutlich handelt es sich um einen Freudscher Versprecher, weil ich alles für mich haben wollte. Ich lass das Wort in der kreativen Schreibweise aus Authentizitätsgründen stehen. Ich hätte ja sowieso besser statt kreuzförmig kreuzweise geschrieben.) einzuschneiden, bevor ich sie ganz aufschneide, um den Kern zu entfernen. Dadurch kann man die Hälften besser auseinanderklappen.

Obendrauf gehört eine gute Portion Zucker (besonders, wenn wurmbedingt nur fast reife Früchte verwendet werden) und natürlich tüchtig Sahne.

Der Besuch tat so, als ob es ihm schmecke. :-)

Add comment 3. 9. 2007


Musik zum Indiekochen

Scholli2000 antwortet.

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