Kohlrabiauflauf und was man aus dem Rest machen kann beziehungsweise was ich gemacht habe

24. 9. 2007 at 23.24 2 Kommentare

Kohlrabisuppe
Foto: Scholli2000

Vor zwei Wochen hab ich massenhaft Kohlrabi gekauft und bin inzwischen der Rohkohlrabisnacks überdrüssig. Aus den meisten Gemüsen lässt sich mit heller Sauce und Käse ein feiner Auflauf machen, fiel mir ein einmal gehört bzw. gar schon selbst erlebt zu haben.

Also

  • zwei Kohlrabi und zwei große Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden,
  • in moderat gesalzenem Wasser mit
  • einem Bund Thymian und einer Möhre etwa 15 Minuten fast gar kochen.
  • Etwa zwei Esslöffel Butter in einem kleinen Topf schmelzen und etwa dieselbe Menge Mehl dazugeben und verrühren,
  • die Mehlbutter kochlöffelweise mit dem Kochwasser des Gemüses aufgießen und immer wieder glattrühren (siehe auch: Mehlschwitze).
  • Wenn die Flüssigkeit eine schön cremige Konsistenz hat, noch einen Schuß Sahne und ein wenig Muskatnuß dazugeben und fertig ist die Auflaufsoße.
  • In eine gebutterte Auflaufform werden nun die Gemüsescheiben abwechselnd mit der Soße geschichtet und am Ende mit Mozzarellascheiben belegt (alternativ Emmentaler, Bergkäse oder welch Käse Euch beliebt) .
  • 30 Minuten bei 160°C sollten reichen.

Der Auflauf war wirklich okay, ich mußte nur etwas nachsalzen und die Sauce war ein bißchen dünn.

Besser hat mir die Suppe gefallen, die ich aus dem restlichen Kochwasser fabrizierte. Sie entstand nach demselben Prinzip wie die Sauce. Also mit einer Mehlschwitze, die mit dem Wasser aufgegossen und gewürzt wurde und diesmal mit saurer Sahne den letzten Schliff erhielt.

Noch eine kleine Warnung zum Schluß: Mehlschwitze ist heute ein wenig verpönt, also Vorsicht, wenn Ihr einen Gourmet eingeladen habt oder beim „perfekten Dinner“ punkten wollt. Ich bin trotzdem ein Mehlschwitzenfan, weil sie erstens eine schöne Konsistenz ergibt, zweitens der Moment, wenn das Mehlfett aus wässriger Flüssigkeit eine Crème macht, nahezu alchemistisch anmutet und man drittens sehr gehaltvolle Mahlzeiten daraus bereiten kann (in naher Zukunft werde ich Euch mit Öllechszaus bekanntmachen, einer ganz fantastischen Sache zu Salzkartoffeln). Ach ja, und viertens, weil ich zu faul zum Mixerspülen bin.

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2 Kommentare Add your own

  • 1. tomarcte  |  25. 9. 2007 um 18.44

    … und fünftens ist MEHLSCHWITZE ein sehr schönes Wort. wollte ich nur noch so da lassen….

    Antwort
  • 2. scholli2000  |  30. 9. 2007 um 21.18

    Ja, auch das spielt eine Rolle!

    Antwort

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