Gut und günstig: Öllechzaus, Öllechs Zaus, Öllichzaus, äh … rheinische Zwiebelsoße

14. 11. 2007 at 10.51 7 Kommentare

Öllechszaus
Foto: Scholli2000 (sie ist leider etwas unscharf geraten)

Am Freitag hat meine Schwester Geburtstag. Sie wünscht sich ein Essen und ich stecke gerade in den Vorbereitungen: Probekochen. Um die Überraschung nicht zu verderben, kann ich aber noch nicht davon berichten.

Stattdessen gibt’s heute ein Wahnsinnsrezept aus der Nostalgieecke: Öllechszaus (Zwiebelsoße).

  • Legionen von Speckwürfeln auslassen.
  • Viele Zwiebeln in Scheiben braun anbraten, leicht salzen,
  • Fett und Mehl hinzufügen und bräunen.
  • Mit Brühe aufgießen und kräftig rühren, so dass eine dickliche Masse entsteht.
  • Würzen mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Diese Öllechszaus wird mit Salzkartoffeln, Spiegelei und gerne auch Gewürzgurken gegessen. Manche tun auch gerne einen Schuss Essig in die Soße.

Achtung: Die Kartoffeln müssen geknetscht (mit der Gabel zerdrückt) und mit der Zaus vermischt werden!

Advertisements

Entry filed under: Küche, Mama, Oma, pseudo-deutsch, pseudo-rheinisch, Rezepte, Scholli in den Achtzigern. Tags: , , , , .

Schweinegeschnetzeltes mit Champignons und eine Suppe dazu Schwestergeburtstagsmenü – Einleitung und Teil 1, Zwischengang: Mediterrane Pseudopastete an Lollo Rosso mit Zitronensößchen

7 Kommentare Add your own

  • 1. Jutta  |  14. 11. 2007 um 15.11

    Näää, watt schön! So e escht Jlabbacher Mädsche weiß natürlisch, watt unter „Öllechs Zaus“ zo verstonn is. Schön, das zu lesen und Nostalgie kommt auch in mir hoch!

    Antwort
  • 2. scholli2000  |  14. 11. 2007 um 18.57

    Un bald kauchen ich der Andiv ongereneen von André Rieu, der hätt der nämlich von minger Oma jeklaut! ;-)

    Ich hoffe, du trägst die frohe Botschaft der Öllechs Zaus auch in deine Wahlheimat! Oder gibt’s da sowas auch?

    Antwort
  • 3. Jutta  |  14. 11. 2007 um 23.14

    Der Andre klaut ja ständig, aber dass der sich sogar an ding Omma vergreift, nä, so ein Bengel!

    Natürlich werde ich das Lied der einzig wahren, der rheinischen Küche in die hessische Diaspora tragen! Das habe ich bereits mehrfach getan, einmal sogar wurde ich dafür mit einem Preis bedacht.

    Die Frankfurter Rundschau hatte eine Wochenbeilage, die leider eingestellt wurde. In dieser Beilage, plan.F, gab es eine Rubrik, die „Magenbitter“ hieß. Dort konnte man Rezepte einreichen, die sehr seltsam, aber essbar waren. Ich habe mich da mal mit „Milchbohneneintopf“ beworben , also grüne Bohnen, Kartoffeln und Buttermilch und ich habe – gewonnen. Ts, verstehe ich nicht, dabei ist das doch ein ganz normales, rheinsches Gericht… na ja, jedenfalls konnten mein Mann und ich in einem tollen Restaurant einen Gutschein einlösen und wir haben vorzüglich gespeist.

    Hier essen die Menschen ja so Sachen wie Handkäs, die Berliner heißen Kreppel und getrunken wird Apfelwein. Ja, mhh, also, ich mag die Hessen ja als Menschen, aber ansonsten…

    Alaaf!

    Antwort
  • 4. scholli2000  |  15. 11. 2007 um 1.32

    Krass!

    Hätte ich nicht gedacht, dass unsere guten Fitschbunne (das sind die doch, oder?) nur hier bekannt sind.

    Apfelwein find ich nicht einmal so fies (wenige Kilometer südlich von hier, am Südrand der Eifel beginnt die Viezzone), aber Handkäs klingt schlimm und sieht schlimm aus. ;-)

    Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Preis!

    PS: Wenn ich demnächst Handkäs sehe, werd ich einen kaufen. Bin jetzt neugierig. :-)

    Antwort
  • 5. Jutta  |  15. 11. 2007 um 10.38

    „PS: Wenn ich demnächst Handkäs sehe, werd ich einen kaufen. Bin jetzt neugierig. :-)“

    Und sehr mutig!

    „Hätte ich nicht gedacht, dass unsere guten Fitschbunne (das sind die doch, oder?) nur hier bekannt sind.“

    Gerade wenn es um die Beschreibung dieses speziellen Gerichtes geht, ist mir dieser Ausdruck jetzt ein wenig unangenehm, aber es waren… Brechbohnen.

    Antwort
  • 6. scholli2000  |  15. 11. 2007 um 16.57

    Mutig, na ja. Ich werde darauf achten, dass ich alleine bin, wenn ich den Käse probiere. Außerdem werde ich den Biomülleimer in der Nähe platzieren. Für alle Fälle.

    Bei den Bohnen hab ich was verwechselt. Ich hatte die ganze Zeit saure Bohnen im Kopf. Aber egal, beides schmeckt toll und gibt das gemütliche Wie-bei-Oma-Gefühl. :-)

    Antwort
  • […] hier im vorigen Beitrag angekündigte Geburtstagsmenü ist jetzt vorbei. Ich kann stolz vermelden, dass ich lange nicht […]

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Scholli2000 antwortet.

Feeds


%d Bloggern gefällt das: