Schwestergeburtstagsmenü – Einleitung und Teil 1, Zwischengang: Mediterrane Pseudopastete an Lollo Rosso mit Zitronensößchen

18. 11. 2007 at 0.53 10 Kommentare

Pastete
Foto: Scholli2000

Das hier im vorigen Beitrag angekündigte Geburtstagsmenü ist jetzt vorbei. Ich kann stolz vermelden, dass ich lange nicht mehr so geschwitzt und gebangt habe, es am Ende aber doch ganz ordentlich gelaufen ist.

In den nächsten Tagen möchte ich hier zeigen, was es gab. Leider war ich so gestresst, dass es von der Vorspeise gar kein Bild gibt. Vielleicht hole ich das noch nach, wenn ich wieder einmal Lust auf von „Das perfekte Dinner“ inspirierte Erbsenschaumsuppe mit Krabben habe.

Heute gibt es daher erstmal das Rezept zum Zwischengang. Die Hauptspeise, Welsfilet auf Fenchelgemüse, wird vor allem mit einem unscharfen Foto eines schlecht angerichteten Tellers glänzen, da ich auch hier total vergessen habe, dass ich ja nicht mehr nur für mich (und einmal zweimal im Jahr meine Schwester) koche, sondern für das ganze Internet und daher alles dokumentieren muss. Beim Nachtisch, Wintereis mit Sharonfrucht und Schokosauce, hatte ich es dann endlich kapiert.

Aber nun gleich zu Gang zwei: Pseudopastete an Lollo Rosso mit Zitronensößchen – statt Pastete könnte man auch Hackbraten in Blätterteig sagen. Das Tolle an dem Gericht ist, dass man es im Voraus zubereiten kann.

Also

Pseudo-Pastete

  • Rinderhackfleisch mit
  • gerösteten Pinienkernen (ein paar davon habe ich für den Salat übrig behalten),
  • Vierteln grüner Oliven,
  • Korinthen,
  • einem Ei,
  • etwas Paniermehl (bei mir ein halbes Stück per Stabmixer zerkleinertes Graubrot)
  • und Pfeffer, Salz, Tomatenmark, Kreuzkümmel und einem Hauch Zimt vermischen.
  • Aus der Hackmasse einen Laib formen und diesen in der Pfanne vorsichtig von allen Seiten anbraten und abkühlen lassen.
  • Fertigblätterteig (oder gerne auch selbstgemachten Blätterteig) auf der Arbeitsplatte ausbreiten und den Hackbratenlaib vorsichtig darauflegen.
  • Den Blätterteig behutsam um den Hackbraten klappen und festdrücken, so dass der Braten ganz vom Teig umhüllt ist.
  • Das Paket jetzt, diesmal äußerst vorsichtig, mit der Naht nach unten auf ein Backblech (dieses sollte mit Mehl bestreut oder mit Backpapier ausgestattet sein) legen.
  • Bei 200° backen bis der Teig, der nach etwa 10 bis 15 Minuten mit zerkleppertem* Ei bestrichen wird, goldbraun ist.

Dieser Hackbraten in Teighülle kann kalt oder warm gegessen werden. Ich habe ihn kalt in Scheiben geschnitten und mit einer warmen Zitronensoße serviert.

*Ein Ei in eine Tasse schlagen und mit einer Gabel Eigelb und Eiweiß vermischen. Diese Masse mit einem Backpinsel auf die Pastetenhülle streichen.

Zitronensoße

  • Ein Stück Butter mit Mehl verkneten und diese Mehlbutter kalt stellen.
  • Sahne mit gleichviel Milch aufkochen und reichlich geriebene Zitronenschale (ein Hoch auf den Bioboom in den Supermärkten, der sogar in der tiefsten Eifel ungespritzte Zitronen verfügbar macht!), Salz, Pfeffer und Zucker dazugeben bis es schmeckt.
  • Das Sößchen wird gebunden, indem die Mehlbutter eingerührt wird.

Der Hackbraten und die Soße waren zu einem nicht geringen Anteil von zwei Chefkoch-Rezepten inspiriert:

Hackbraten mit Schafskäse und Beduine im Hemd.

Dazu gab es einen ganz einfachen Salat:

Salat

  • Lollo Rosso waschen und schleudern, auf dem Teller anrichten und mit
  • reduziertem Balsamico (Balsamicocreme) und Steirischem Kürbiskernöl anmachen.
  • Geröstete Pinienkerne geben ein wenig Biss.

Mein Bruder fand dieses Gericht von allen Gängen am besten. :-)

(Fortsetzung folgt.)

 

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10 Kommentare Add your own

  • 1. Jenni  |  18. 11. 2007 um 1.29

    Hmmmmmm, das war so lecker! Ich möchte mich in aller Öffentlichkeit und Form nochmal für das ganz tolle Essen bedanken. Es war ein echter Genuss! Alle Gänge konnten locker mit dem mithalten, was man von den Profis im Restaurant im Normalfall geboten bekommt.
    Dieser leckere Hackbraten war allerdings zwar der Lieblingsgang unseres Bruders, nicht aber meiner. Der kommt mit dem Fisch und allem, was dabei war. Es war gar zu gut. (Und nicht etwa zu gut gar!) Vorzüglich, das Ganze!
    Und der Hackbraten war auch nicht wirklich um die Hackmasse geklappt, sondern der Blätterteig. Der wäre sonst ja auch übrig geblieben. Da war aber keiner mehr. :-D
    Haaach, war das lecker. Man sollte öfter mal Geburtstag haben. Ach neee, das nehme ich zurück. Aber zum Namenstag wünsche ich mir wieder ein Essen…
    Jenni

    Antwort
  • 2. Jenni  |  18. 11. 2007 um 1.32

    Ach ja: Wenn man alle vier Gänge an einem Tag für fünf Personen zubereitet, stimmt das Motto: „Kochen ohne Stress“ nicht mehr so ganz. (Glaube ich.)

    Antwort
  • 3. scholli2000  |  18. 11. 2007 um 3.34

    Danke für die lieben Worte, Jenni! Auch für die Korrektur mit dem um die Hackmasse geklappten Hackbraten. Die Version probiere ich vielleicht, wenn Du Namenstag hast. Oben habe ich es bis dahin korrigiert. ;-)

    Aller Streß war übrigens vergessen, als ich beim Dessert in eure leuchtenden Augen blicken durfte. :-)

    Antwort
  • 4. Jutta  |  18. 11. 2007 um 13.20

    Is es nich schön! Der Zwischengang macht absolut neugierig auf die Fortsetzung des Menüs. Das muss aber eine sehr nette Schwester sein. Danke auch für den lieben Kommentar!

    Antwort
  • 5. simplekitchen  |  18. 11. 2007 um 14.28

    sieht lecker aus :)

    Antwort
  • 6. Johnny Kasalla  |  18. 11. 2007 um 16.15

    lieber scholli,
    kochst Du mir auch was zu meinem nächsten geburtstag?!
    ich hab immer gern den sauerbraten von meiner oma gegessen.

    Antwort
  • 7. scholli2000  |  18. 11. 2007 um 17.43

    @ Mr. Kasalla:
    Mexikanischer Sauerbraten? Das hört sich verdammt gut an! Aber ich fürchte, ich werde es nicht authentisch hinbekommen. Du solltest besser deiner Oma einen Weihnachtsbesuch abstatten.

    @ Jutta:
    Ja, die Schwester ist super! Aus dramaturgischen Gründen werde ich den Hauptgang erst morgen posten. :-)

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