Salade Niçoise independente (Salade Scholli deux milleoise)

28. 1. 2008 at 22.14 6 Kommentare

Salade scholloise
Foto: Scholli2000

Heute haben wir im Büro einen Zettel von einem Pizzalieferdienst bekommen. Darin war ein sehr schönes Foto von einem Salat. Natürlich hatte das Foto nichts mit der Speisekarte zu tun, salade nicoise gab es überhaupt nicht! Aber der Nostalgieschalter war umgelegt. So einen Nizzasalat hatte ich nämlich mit meinen Schulkameraden zuletzt im Französischunterricht in der Schule gemacht und seither bohrte eine Sehnsucht in mir, mich einmal allein an ihm zu versuchen. Zumal mein Conran-Kochbuch auch ein fast so schönes wie das vom Pizzamann Foto enthält, das jedesmal, wenn ich beim Blättern darauf stieß, neues Öl in die Flammen der Sehnsucht goß.

Da ich noch einen Riesenhaufen Feldsalat im Kühlschrank hatte, habe ich beschlossen, diesen als grüne Grundlage für meinen Scholloise zu nehmen. Das hat sich bestimmt noch kein Nizzaer getraut. Aber wozu kocht man sonst independently?

Hier das einfache Rezept:

  • Einen Teller großzügig mit gut geputztem Feldsalat bedecken. Dazu kommen in beliebiger Reihenfolge
  • geachtelte reife Tomaten,
  • Eierfünftel,
  • Sardellenfilets,
  • Kapern,
  • schwarze Oliven,
  • kurz in kochendem Wasser gedingsbumste grüne Bohnen (hatte ich nicht, weil sie mir zu teuer waren),
  • Thunfischfilets,
  • Scholloise von obenZwiebeln und am Ende
  • Olivenöl und nach Geschmack ein bisschen Weinessig sowie
  • Pfeffer und Salz darüber. Voilà.

Sommerlich frisch und lecker! Genau das Richtige für die fünfte Jahreszeit.

Am Ende war noch sehr viel übrig.* Dieses habe ich unter Zellophan in eine Schüssel getan. Ich hoffe, es schmeckt morgen noch, wo doch Feldsalat so schnell welk wird. Sonst mach ich einfach sowas (Lautsprecher einschalten :-).

*Man wies mich eben darauf hin: Das könnte die Wende für meine Gewichtsentwicklung bedeuten. Es sind noch Reste da!

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Entry filed under: Küche, pseudo-französisch, Rezepte, Scholli in den Achtzigern.

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6 Kommentare Add your own

  • 1. sammelhamster  |  29. 1. 2008 um 8.33

    hättest du nicht eher sagen können, dass noch etwas übrig ist?

    mein letzter nizza salat war tatsächlich auch im französischunterricht und das, wo ich sardellen und kapern und thunfisch so liebe ;-)
    und erst die gewagte kombination mit feldsalat!
    sofort wäre ich beim testessen dabeigewesen :-))

    nur eine frage: wo nimmt der independent koch im januar reife nach tomate schmeckende tomaten her???

    Antwort
  • 2. Bolli  |  29. 1. 2008 um 8.44

    Dein Kölsch ist besser als meins, und das, obwohl ich ein echtes kölsches Mädche bin…
    Höhner Fan, wat???!!!!!!!!!!!!

    Der Salat sieht sehr lecker aus!!!

    Und, wie ist Feldsalat?

    Antwort
  • 3. scholli2000  |  29. 1. 2008 um 9.46

    @sammelhamster: Die Tomaten waren weder reif noch nach Tomaten schmeckend. Obwohl ich sie nach einem Tipp des größten lebenden Tomaten-Fans (Kommentar 10) nicht im Kühlschrank aufbewahrt habe. Es waren independente Wassertomaten.

    @Bolli: Mein Kölsch ist ja eher Eifler Platt, das mit ein paar nit und jit auf kölsch getrimmt wurde. Wenn Du es hören würdest, wüsstest Du, dass Deins besser sein muss.

    Feldsalat ist sehr okay. Nur die nichtssagenden Tomaten trübten die Freude tatsächlich ein wenig. Aber nur ein kleines bisschen. Vielleicht hätte ich besser getrocknete nehmen sollen.

    Antwort
  • 4. tomarcte  |  29. 1. 2008 um 18.13

    heee – don´t blame it on the „nicht-im-kühlschrank-aufbewahrung“!

    sieht doch seeeeeeeeehr lecka aus. ich mag sehr gerne solche salate. allerdings mag ich keine zwiebeln.

    Antwort
  • 5. Barbara  |  30. 1. 2008 um 21.19

    Wir haben das auch mal im Französisch-Unterricht gemacht! :-)
    Und seitdem wieder, erst vorletzten Sommer glaube ich.

    Schöne Independent-Version, finde ich! :-)

    Antwort
  • 6. scholli2000  |  31. 1. 2008 um 10.45

    Armer tomarcte! Ich hoffe, Deine Abneigung gegen Zwiebeln erstreckt sich nur auf rohe. Ich komme beim Kochen kaum einen Tag ohne Zwiebeln aus. Durch die praktische Ringform lassen sich die Zwiebeln beim vorliegenden Gericht leicht wieder vom Teller entfernen.

    Danke für das Lob, Barbara! :-)

    Antwort

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