Archive for April, 2008

Pseudo-Sachertorte

Sachertortenversuch
Foto: Scholli2000

Wo ich gerade bei Jutta las, dass man Kuchenformen nicht braucht, die einen Kuchen unregelmäßig aufteilen, möchte ich hier den Beweis für diese Aussage liefern, den ich zufällig vor ein paar Tagen produziert habe.

Weil ich nämlich meiner vielen Eier nicht Herr wurde, hatte ich die Idee, mich ein zweites Mal an einer Sachertorte zu versuchen. Der erste Versuch hatte erst am Weißen Sonntag zu einem schmackhaften Ergebnis geführt, das aber mehr mit einem profanen trockenen Schokokuchen mit Glasur zu tun hatte, als mit der gewünschten Wiener Spezialität.

Nun, mein diesmaliges Ergebnis ist wieder nicht unlecker gewesen, aber auch noch nicht perfekt. Ich glaube, dass es daran lag, dass kein Triebmittel verwendet wurde, sondern Eischnee aus 8 Eiern, den ich unter mit Zucker, Kakao und Mehl schaumig gerührtes Eigelb heben sollte. Diese Eigelbmasse war so fest, dass mit Unterheben nicht viel zu erreichen war. Wahrscheinlich hätte ich sie besser erst mit ein bisschen Wasser verflüssigt, aber der Eischnee war schon in der Schüssel und so musste ich den Handrührer zuhilfe nehmen. Tja. Handrührer sind nicht gerade behutsam, wenn es um die Wahrung der fluffigen Eischneekonsistenz geht.

Hier eine Detailaufnahme des Ergebnisses:

Detailaufnahme. Beachten Sie die Blase oben rechts. Trotz der Suboptimalität der Teigbeschaffenheit habe ich mich getraut, die Pseudosachertorte meiner Oma und einer ihrer Nachbarinnen vorzusetzen. Immerhin: sie aßen beide jeweils zwei Stücke und behaupteten, sie schmeckten.

Um aber zum Eingangsthema zurückzukommen: Habt ihr im Titelbild die innovative Stückeeinteilung der Torte bemerkt? So kann sich jeder nach Bedarf und Hunger ein großes oder kleineres Stück aussuchen. Durch das eigenwillige Aufgehverhalten wurde zudem für Abwechslung in der dritten Dimenson (Y-Achse) gesorgt.

Dazu waren keinerlei Zusatzgeräte nötig: nur ein Messer, Scholli2000s unzureichendes Symmetriegefühl und unprofessionell untergehobener Eischnee.

Individuell auf die Bedürfnisse der Esser abgestimmte Stückaufteilung Q.e.d.

13. 4. 2008 at 11.58 17 Kommentare

Waffle and Pancake Map of the Known World


Foto: Scholli2000

Wer hat Lust, bei einer Jahrhundertaufgabe mitzumachen?

Es handelt sich um ein Google-Map-Projekt. Mag sein, dass man einen Google-Account benötigt (haben blogger.com-Leute doch ohnehin schon, oder?). Wenn man bei seinem Google-Account angemeldet ist, kann man die Map zu seinen eigenen Maps nehmen, anschließend „Bearbeiten“ anklicken und mit den dann auf der Karte oben links erscheinenden Buttons Punkte, Vielecke und so zeichnen und mit Text und Bild versehen. Vandalismus ist nur erlaubt, wenn er lustig ist.

Nochmal der Link: Waffle and Pancake Map of the Known World

Danke, Mimi9! :-)

9. 4. 2008 at 16.35 11 Kommentare

Kochbananenchips aus der Minifriteuse

Kochbananenchips
Foto: Scholli2000

Einmal bekam ich von meiner Gemüsefrau Kochbananen geschenkt. Ich habe sie im Backofen mit Butter und Salz gebacken. Vor etwa drei Wochen war ich wieder bei der Gemüsefrau und habe ihr erzählt, dass die Bananenerfahrung ein Desaster war. Die liebe Frau hat mir umgehend zwei neue Bananen geschenkt und mir geraten, diese zu frittieren.

Wochen zogen ins Land, bis ich gestern wieder bei der Gemüsefrau war, die mich sogleich fragte, ob die frittierten Kochbananen geschmeckt hätten. Wahrheitsgemäß gestand ich, dass sie immer noch bei mir unverarbeitet herumlägen (nach ca. 10 Tagen hatte ich sie sicherheitshalber ins Gemüsefach gelegt), was zu großen Enttäuschungsbekundungen führte. Also versprach ich, mich um die Sache zu kümmern (das war gestern):

  • Kochbananen schälen und in halbwegs gleich dicke Scheiben schneiden.
  • Die Scheiben in Mehl wälzen – überschüssiges Mehl abschütteln (z.B. im Friteusenkorb über der Spüle).
  • Pflanzenöl erhitzen (hier: in meiner superen Mini-Friteuse) und
  • die Scheiben bei 190° C goldbraun frittieren.
  • Leicht salzen.

Welch eine Freude! So schmecken Kochbananen absolut lecker!

Inzwischen gehe ich davon aus, dass bei meinem ersten Versuch die Bananen viel zu unreif waren. Die frittierte Variante wird garantiert bei meinem nächsten Festmenü irgendwie zum Einsatz kommen!

4. 4. 2008 at 9.53 11 Kommentare

Bärlauch-Graupen-Getöse

Bärlauchgraupen
Foto: Scholli2000

Da bin ich wieder. Die Zeit in der blogfreien Zone habe ich auch mit Fernsehen verbracht. Und so sah ich eine Kochshow vom Johannes Kerner, die heißt „Kerner kocht“ oder „Kochen mit Kerner“. Darin kochen verschiedene Köche verschiedene Gerichte und damals kochte einer von denen Graupen mit Bärlauch. Das fand ich interessant und wollte es nachkochen, leider habe ich das Rezept aber auf der Kerner-Seite vom ZDF nicht gefunden, so dass es hier eine independente Version gibt, die man fast Risotto nennen könnte:

  • Scholli mit GerätPerlgraupen in Olivenöl anschwitzen,
  • mit Weißwein und Brühe nach Wahl ablöschen, so dass die Graupen quellen können.
  • Wenn die Graupen weich sind (ggf. Brühe oder Wein hinzufügen), fein geschnittenen Bärlauch und etwas geriebenen Parmesan hinzufügen und rühren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe auch noch einen Stich Butter drangetan getreu dem Motto: unter zwei Sorten Fett geht gar nicht.

3. 4. 2008 at 20.12 14 Kommentare


Scholli2000 antwortet.

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