Archive for August, 2010

Original Kaiserschmarrn nach Piefke-Art

Kaiserschmarrn in der Pfanne

Foto: Scholli2000

Den Wanderurlaub in Österreich hätte ich als Teenager ohne ihn bestimmt nicht mitgemacht: Belohnungskaiserschmarrn bei der Pause auf der Hütte. Heute bin ich zwar weder gewandert noch Teenager, aber als Belohnung für einen unmenschlich harten Arbeitstag taugt er immer noch.

Das Rezept enthält ausnahmsweise Mengenangaben, weil man hier nicht allzu independent vorgehen sollte, wenn man einen handfesten Nostalgieflash erzielen will.

  • Eine gute Handvoll Rosinen mindestens zwei Stunden in Rum ziehen lassen.
  • 6 Eier trennen.
  • Das Eiweiß mit ein bisschen Zucker und Zitronensaft steif schlagen. Das Ergebnis nennt sich Eischnee.
  • Das Eigelb mit 350g Mehl, etwa 1/2 l Milch, 50g Zucker (oder selbstgemachtem Vanillezucker) und einer Prise Salz zu einem Teig verrühren.
  • 50 g geschmolzene und abgekühlte Butter unterrühren.
  • Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben.
  • Die folgenden Schritte wiederholen, bis der Teig alle alle ist:
  • Den Teig in eine mittelheiße gebutterte Pfanne gießen, so dass er etwa 1cm hoch in der Pfanne steht.
  • Nach etwa 3 Minuten kann der zu einem Pfannkuchen gewordene Teig gewendet werden. (Super beim Schmarrn: es ist total egal, wenn der Pfannkuchen beim Wenden kaputtgeht!)
  • Mit zwei zupffähigen Geräten wird das Ganze in kleine Stücke zerrissen. Ich habe einen Pfannwender und einen Holzlöffel genommen.
  • (Puder-)Zucker drüber, dabei kann man einen Teil karamellisieren lassen (s. Foto)

Ich habe statt des häufig verwendeten Puderzuckers Kristallzucker über den Schmarrn gestreut, da ich das Knirschen beim Essen ganz lecker finde. Auch schön: In der Pfanne ein bisschen Rum drüberschütten und anzünden (Feuerlöscher bereithalten).

Die angegebene Menge reicht als Hauptmahlzeit für etwa drei Personen, als Nachspeise für ungefähr drei. =)

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16. 8. 2010 at 22.53 4 Kommentare

Nudeln mit Fisch — einfach, aber lecker!

Es gibt da diesen neuen Italiener, bei dem ich jetzt auf Drängen meines Lieblingskollegen fast jede Pause verbringen muss. Dort habe ich letzte Woche Penne mit Pangasius gegessen und jetzt wieder Lust drauf, während ich so im Supermarkt stehe und mir überlege, was es heute geben könnte. Da ich beim Einkaufen neuerdings aus aus wichtigen Gründen immer per Handy den WWF-Fischratgeber oder den Greenpeace-Fischführer zu Rate ziehe, erfuhr ich, dass auch die Süßwasserfischzucht nicht immer unproblematisch ist.

Im Fischregal sah ich dann nachhaltig gefangene Scholle mit WWF-Absolution. Sie stammt zwar aus der Nordsee, aber fügte sich gut in folgendes pseudo-mediterranes Rezept :

  • Zwiebelwürfel und Knoblauch in Olivenöl andünsten,
  • mit Weißwein ablöschen und
  • Schollenfiletstücke dazu,
  • mit Salz, Pfeffer, gehackter Chilischote, geriebener Zitronenschale und Kräutern nach Belieben (ich hab sie vergessen) Geschmack addieren.
  • Nudeln (Penne) nach Packungsangabe kochen (Nudelwasser immer sehr kräftig salzen!!)
  • Auf Teller drapieren und Parmesan drüber für ein beeindruckendes Blogfoto (das obere).
Nudeln mit Fisch

Foto: Scholli2000

Es schmeckte einen Hauch anders als beim Italiener … natürlich einen Hauch besser! Den Hauch des guten Gutmenschengewissens. ;-)

14. 8. 2010 at 20.58 3 Kommentare

Wer findet den Fehler?

image

Update 14.08.2010: Hmmm, sind Sardellen eigentlich p.c.? Fast.

13. 8. 2010 at 12.55 5 Kommentare

Gefüllte Paprika (Restern von gestern)

Da mir gestern keiner beim Essen helfen wollte, mussten heute Reste verwertet werden.

Es gab gefüllte Paprika — genauer gesagt mit Auberginen gefüllte Paprika.

  • Reste von gestern in sorgsam ausgehöhlte Paprikahälften* streichen,
  • Hartkäse drüber, in gesalzenes und mit Schärfe versehenes, verdünntes Tomatenmark gestellt.
  • Im Ofen lange, lange, bei nicht zu hoher Hitze garen, bis die Paprika gar ist.

*Beim Schneiden der Paprikahälften kann man sich an den Stielen orientieren. Wenn die Stiele schön halbiert sind, sehen die Hälften einfach besser aus.

Es hat ganz okay geschmeckt. Mir gefiel eine reine Hackfüllung in der Paprika und auch das gestrige Gericht aber einen Ticken besser.

12. 8. 2010 at 22.41 2 Kommentare

Auberginen mit Rinderhack und Ramadan

 

Pünktlich zum Beginn des Ramadans für viele Muslime kocht Scholli2000 ein independentes pseudonordafrikanisches Gericht.

     

  • Auberginenstreifen, -scheiben oder -würfel in etwas Olivenöl mit gewürfelten Zwiebeln und Knoblauch anbraten,
  • Tomatenmark dazu,
  • mit Wasser ablöschen.
  • Köcheln lassen bis die Auberginen schön weich sind. Nur ja nicht zu kurz!
  • Ach, und bitte die Gewürze nicht vergessen! Hier waren es Salz, Cumin (Kreuzkümmel)*, Kurkuma, Chiliflocken und
  • Sultaninen.
  • Am Ende das Ganze mit ein bisschen Honig abrunden (also Honig dazu, bis es gut schmeckt).
  •  

Dazu gab es Reis mit Zwiebeln und Stückchen aus einer Tomate, den ich mit etwas Zimt parfümiert habe (also ein bisschen Zimt drauf, damit man ihn so gerade schmeckt).

Und oben drüber geröstete Mandelstifte.

Jetzt hoffe ich nur, dass die Sonne bald untergeht. =)

*Kreuzkümmel kann man als Samen oder Pulver kaufen. Robert Rodriguez empfiehlt im Bonusteil der DVD seines Films „Irgendwann in Mexico“, eine Kaffeemühle zum Schreddern von Gewürzen zu nutzen. Leider hab ich eine solche nicht. Also muss ich die Samen im Mörser kleinmachen. Das ist anstrengend — auch wenn ich Salz als Schmirgelhilfe dazugebe. Ich empfehle also Kreuzkümmel in Pulverform zu kaufen; denn auch als Pulver ist er sehr aromatisch.

11. 8. 2010 at 21.15 7 Kommentare


Scholli2000 antwortet.

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