Posts filed under ‘Resteverwertung’

Was man mit Zucchini machen kann

Zucchini, Gehacktes und Reis

Nach einem langen Arbeitstag erblicken meine Augen Zucchini für wenig Geld im Supermarkt. Da muss man als Independent-Koch natürlich gleich zuschlagen, auch wenn man noch gar nicht weiß, was man daraus machen soll. Die erste Idee war ein Auflauf; leider war ich aber erst um halb acht zu Hause, so dass ich mich für eine schnelle Zucchinipfanne entschieden habe:

  • Rinderhackfleisch mit Zwiebeln anbraten,
  • Pinienkerne anrösten,
  • Zucchini durch Gurkenhobel jagen und dazugeben und
  • natürlich ein bisschen Knoblauch,
  • am Ende noch etwas Schafskäse und
  • frische Kräuter (hier: Thymian, glatte Petersilie) dazu.
  • Gewürzt habe ich mit Pfeffer, Salz und Korianderpulver. Wobei ich bei letzterem nicht sicher war, ob es mit dem Schafskäse harmonieren würde. Es harmonierte. Thymian musste nicht sein, war aber voll okay.

Dazu gab’s Reis nach türkischer Art, Joghurt und fürs Auge ein Häuflein schön roten Pul Biber.

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12. 7. 2012 at 15.55 3 Kommentare

Gefüllte Paprika (Restern von gestern)

Da mir gestern keiner beim Essen helfen wollte, mussten heute Reste verwertet werden.

Es gab gefüllte Paprika — genauer gesagt mit Auberginen gefüllte Paprika.

  • Reste von gestern in sorgsam ausgehöhlte Paprikahälften* streichen,
  • Hartkäse drüber, in gesalzenes und mit Schärfe versehenes, verdünntes Tomatenmark gestellt.
  • Im Ofen lange, lange, bei nicht zu hoher Hitze garen, bis die Paprika gar ist.

*Beim Schneiden der Paprikahälften kann man sich an den Stielen orientieren. Wenn die Stiele schön halbiert sind, sehen die Hälften einfach besser aus.

Es hat ganz okay geschmeckt. Mir gefiel eine reine Hackfüllung in der Paprika und auch das gestrige Gericht aber einen Ticken besser.

12. 8. 2010 at 22.41 2 Kommentare

Pseudo-Sachertorte

Sachertortenversuch
Foto: Scholli2000

Wo ich gerade bei Jutta las, dass man Kuchenformen nicht braucht, die einen Kuchen unregelmäßig aufteilen, möchte ich hier den Beweis für diese Aussage liefern, den ich zufällig vor ein paar Tagen produziert habe.

Weil ich nämlich meiner vielen Eier nicht Herr wurde, hatte ich die Idee, mich ein zweites Mal an einer Sachertorte zu versuchen. Der erste Versuch hatte erst am Weißen Sonntag zu einem schmackhaften Ergebnis geführt, das aber mehr mit einem profanen trockenen Schokokuchen mit Glasur zu tun hatte, als mit der gewünschten Wiener Spezialität.

Nun, mein diesmaliges Ergebnis ist wieder nicht unlecker gewesen, aber auch noch nicht perfekt. Ich glaube, dass es daran lag, dass kein Triebmittel verwendet wurde, sondern Eischnee aus 8 Eiern, den ich unter mit Zucker, Kakao und Mehl schaumig gerührtes Eigelb heben sollte. Diese Eigelbmasse war so fest, dass mit Unterheben nicht viel zu erreichen war. Wahrscheinlich hätte ich sie besser erst mit ein bisschen Wasser verflüssigt, aber der Eischnee war schon in der Schüssel und so musste ich den Handrührer zuhilfe nehmen. Tja. Handrührer sind nicht gerade behutsam, wenn es um die Wahrung der fluffigen Eischneekonsistenz geht.

Hier eine Detailaufnahme des Ergebnisses:

Detailaufnahme. Beachten Sie die Blase oben rechts. Trotz der Suboptimalität der Teigbeschaffenheit habe ich mich getraut, die Pseudosachertorte meiner Oma und einer ihrer Nachbarinnen vorzusetzen. Immerhin: sie aßen beide jeweils zwei Stücke und behaupteten, sie schmeckten.

Um aber zum Eingangsthema zurückzukommen: Habt ihr im Titelbild die innovative Stückeeinteilung der Torte bemerkt? So kann sich jeder nach Bedarf und Hunger ein großes oder kleineres Stück aussuchen. Durch das eigenwillige Aufgehverhalten wurde zudem für Abwechslung in der dritten Dimenson (Y-Achse) gesorgt.

Dazu waren keinerlei Zusatzgeräte nötig: nur ein Messer, Scholli2000s unzureichendes Symmetriegefühl und unprofessionell untergehobener Eischnee.

Individuell auf die Bedürfnisse der Esser abgestimmte Stückaufteilung Q.e.d.

13. 4. 2008 at 11.58 17 Kommentare

Armer Ritter

Armer Ritter - Brot in Ei-Milch-Gemisch
Foto: Scholli2000

Dafür lässt man doch gerne mal ein paar Scheiben Brot oder ein Brötchen alt werden:

  • Altbackenes Brot oder Brötchen in Scheiben schneiden (bei mir war’s ein altes Erdnussbrötchen),
  • in einer Ei-Milch-Zucker-Prise-Salz-Mischung (ca. 1 Ei pro Brötchen) wenden,
  • in Pfanne in heißer Butter mit etwas Öl braun ausbacken und
  • mit Zimt und Zucker bestreuen.

Mein Brötchen war knapp zwei Wochen alt und knochentrocken. Daher zerfiel es beim Schneiden eher in Bruchstücke als in Scheiben.

Brötchen”scheiben”

Durch die unregelmäßigen Stücke war ein besonders schönes Arrangemet der Teile an einem Hopp Vanilleeis möglich:
Armer Ritter neben Vanilleeis

Das Ganze kann man auch herzhaft machen und es italienisch bezeichnen. Mir ist die süße pseudo-deutsche Variante lieber. :-)

Nachtrag: Mein französischer Lieblingskollege machte mich soeben auf die französische Variante pain de chien aufmerksam. Ich habe das Rezept nur als pain perdu gefunden. Leider ist mein Französisch aber viel zu schlecht, um weiter recherchieren zu können.

10. 12. 2007 at 23.11 5 Kommentare

Resteverwertung: Pseudo-Chinapfanne

Chinapfanne
Foto: Scholli2000

Heute war immer noch etwas von dem griechischen Reis übrig, aber irgendwann reicht Griechenland nicht mehr. Mich drängte es weiter nach Osten, daher wurde schnell eine Pseudochinapfanne zusammengewürfelt.

Bei mir geht das so: Gemüse in Streifen schneiden (Zwiebeln, Paprika, Möhren, Kohl, Lauch, Lauchzwiebeln, was gerade da ist). Wenn vorhanden, Fleischstreifen (Hühnchen, Schwein, Rind, gerne mit Stärke bestäubt, die macht’s knuspriger und bindet am Ende die Sauce) in Öl heiß anbraten. Dazu feingewürfelten Knoblauch und Ingwer geben. Es gehen zur Not auch die Pulvervarianten. Jetzt kommt das Gemüse dazu.
Immer noch sehr heiß weiterbraten (rühren nicht vergessen!) und mit allem würzen, was irgendwie ostasiatisch anmutet: Sojasauce, Fischsauce, Chili, Koriander, Zitronengras, Sesam, Sesamöl usw. Auch etwas Süße ist nie verkehrt, also eine Prise Zucker oder etwas Honig.

Tja, dann wäre es quasi schon fertig und schmeckt fast automatisch! :-)

Heute habe ich noch ein paar Bambussprossen und Cashewkerne dazugeschmissen und am Ende in der Mitte der Pfanne eine Stelle frei gemacht, ein Ei hineingeschlagen und brutal mit dem Pfannenwender verwirbelt.

Am Ende kam bei mir der Restreis dazu. Wenn man stattdessen Basmatireis separat zubereitet und serviert, ist das Gericht voll gästetauglich.

Das war’s für heute, muss jetzt weiteressen.

1. 10. 2007 at 20.23 Hinterlasse einen Kommentar


Scholli2000 antwortet.

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