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Independenter Flammkuchen

Flammkuchen
Foto: Scholli2000

Nach tomarctes aufmunterndem Kommentar habe ich am Samstag wieder kulturelle Grenzzäune eingerissen. Die erfreuliche Folge dieses Übermuts ist das zweite pseudo-schwäbsche Rezept: Flammkuchen.

Nach ausführlicher Recherche sowohl in meinen drei Kochbüchern als auch in der Wikipedia, im Rezepte-Wiki und bei Chefkoch.de, habe ich mich für eine Mischvariante entschieden, die sich (also ich) folgendermaßen gestaltete:

Teig (für zwei Bleche – reicht für zwei normale Esser und einen Vielfraß)

  • In 500g Mehl mit der Hand eine Mulde drücken – es handelte sich um Typ 1050, der sich beim Ausrollen etwas widerspenstig verhielt, aber zu einem recht brotigen Geschmack des Teigs führte.
  • Ein halbes Päckchen Hefe in einer halben Tasse lauwarmen Wassers auflösen, in die Mulde geben und mit ein wenig Mehl überdecken.
  • Eine halbe Stunde an einem warmen Platz gehen lassen. Ich stelle den Teig immer in den Backofen bei eingeschalteter Beleuchtung.
  • Anschließend wird der Teig mit Knethaken oder per Hand geknetet. Dabei
  • ein wenig Salz und
  • Wasser zugeben, bis der Teig eine schöne Konsistenz hat – etwa ein Viertelliter.
  • Den gekneteten Teig in zwei Hälften teilen und wieder mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Dazu lasse ich den Teig als zwei mit einem Geschirrtuch bedeckte Kugeln auf der Arbeitsplatte liegen.
  • Nach der Gehzeit wird der Teig mit den Händen kräftig durchgeknetet und zu flachen Teigfladen ausgerollt.

Belag

Bei meiner Recherche habe ich unzählige Varianten für den Belag gefunden – mit Schmand, saurer Sahne, Quark, mit Mehl aufgekochter Milch usw. Beim Einkaufen kam mir erst Quark und dann saure Sahne in die Quere:

  • 400g Quark mit
  • 100g saurer Sahne,
  • Salz,
  • Muskat und
  • Pfeffer mischen.
  • 4-5 große Zwiebeln in schmale Streifen schneiden,
  • reichlich schmale Speckstreifen auslassen und mit den Zwieben anbraten.

Backen

  • Die Quark-Sahne-Mischung auf dem ausgerollten Teig verteilen,
  • danach den Speck und die Zwiebeln obendrauf.
  • Alles kommt bei 275° in den Ofen – der kann gerne auch heißer sein, aber meiner kann nicht mehr.
  • Ca. 5 Minuten backen bzw. bis die Zwiebeln und Teigränder dunkelbraun werden.
  • Heiß aufessen!

Dazu habe ich einen grünen Salat gemacht (siehe morgigen Bericht).

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19. 8. 2007 at 21.43 2 Kommentare

Kässpätzle

Kässpätzle
Foto: Scholli2000

Wenn die Tochter meiner Cousine zu Besuch kommt, machen wir Kässpätzle.

  • 100 g Mehl pro Person
  • ein Ei pro Person
  • Wasser, bis der Teig zäh, aber flüssig ist
  • 2 EL Öl
  • 2 Gemüsezwiebeln
  • Emmentaler Käse und/oder Bergkäse
  • Pfeffer, Salz

Aus Mehl, Eiern, etwas Salz, Öl und Wasser wird mit dem Handmixer ein Teig gerührt, bis er Blasen wirft.

Nebenher werden in einer großen Pfanne die kleingeschnittenen Zwiebeln geröstet.

Dann schabt man die Spätzle portionsweise mit einem Messer von einem Brett in kochendes Salzwasser oder benutzt (wie wir) einen Spätzlehobel.


Video: Wie man Spätzle vom Brett ins Wasser schabt (nicht von Scholli2000)

Wenn die Spätzle oben schwimmen, werden sie mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser geholt und in die Pfanne gegeben. Darüber kommt eine Schicht geriebenen Emmentalers.

Das wiederholt man, bis aller Teig verbraucht ist.

Am Ende ein bisschen Petersilie dazu und – lecker!

Böse: Gar nicht original, aber wir haben sie trotzdem reingetan,

  • ausgelassene Speckwürfel

2. 8. 2007 at 17.35 5 Kommentare


Scholli2000 antwortet.

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