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Auberginen mit Rinderhack und Ramadan

 

Pünktlich zum Beginn des Ramadans für viele Muslime kocht Scholli2000 ein independentes pseudonordafrikanisches Gericht.

     

  • Auberginenstreifen, -scheiben oder -würfel in etwas Olivenöl mit gewürfelten Zwiebeln und Knoblauch anbraten,
  • Tomatenmark dazu,
  • mit Wasser ablöschen.
  • Köcheln lassen bis die Auberginen schön weich sind. Nur ja nicht zu kurz!
  • Ach, und bitte die Gewürze nicht vergessen! Hier waren es Salz, Cumin (Kreuzkümmel)*, Kurkuma, Chiliflocken und
  • Sultaninen.
  • Am Ende das Ganze mit ein bisschen Honig abrunden (also Honig dazu, bis es gut schmeckt).
  •  

Dazu gab es Reis mit Zwiebeln und Stückchen aus einer Tomate, den ich mit etwas Zimt parfümiert habe (also ein bisschen Zimt drauf, damit man ihn so gerade schmeckt).

Und oben drüber geröstete Mandelstifte.

Jetzt hoffe ich nur, dass die Sonne bald untergeht. =)

*Kreuzkümmel kann man als Samen oder Pulver kaufen. Robert Rodriguez empfiehlt im Bonusteil der DVD seines Films „Irgendwann in Mexico“, eine Kaffeemühle zum Schreddern von Gewürzen zu nutzen. Leider hab ich eine solche nicht. Also muss ich die Samen im Mörser kleinmachen. Das ist anstrengend — auch wenn ich Salz als Schmirgelhilfe dazugebe. Ich empfehle also Kreuzkümmel in Pulverform zu kaufen; denn auch als Pulver ist er sehr aromatisch.

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11. 8. 2010 at 21.15 7 Kommentare

Pseudo-Sachertorte

Sachertortenversuch
Foto: Scholli2000

Wo ich gerade bei Jutta las, dass man Kuchenformen nicht braucht, die einen Kuchen unregelmäßig aufteilen, möchte ich hier den Beweis für diese Aussage liefern, den ich zufällig vor ein paar Tagen produziert habe.

Weil ich nämlich meiner vielen Eier nicht Herr wurde, hatte ich die Idee, mich ein zweites Mal an einer Sachertorte zu versuchen. Der erste Versuch hatte erst am Weißen Sonntag zu einem schmackhaften Ergebnis geführt, das aber mehr mit einem profanen trockenen Schokokuchen mit Glasur zu tun hatte, als mit der gewünschten Wiener Spezialität.

Nun, mein diesmaliges Ergebnis ist wieder nicht unlecker gewesen, aber auch noch nicht perfekt. Ich glaube, dass es daran lag, dass kein Triebmittel verwendet wurde, sondern Eischnee aus 8 Eiern, den ich unter mit Zucker, Kakao und Mehl schaumig gerührtes Eigelb heben sollte. Diese Eigelbmasse war so fest, dass mit Unterheben nicht viel zu erreichen war. Wahrscheinlich hätte ich sie besser erst mit ein bisschen Wasser verflüssigt, aber der Eischnee war schon in der Schüssel und so musste ich den Handrührer zuhilfe nehmen. Tja. Handrührer sind nicht gerade behutsam, wenn es um die Wahrung der fluffigen Eischneekonsistenz geht.

Hier eine Detailaufnahme des Ergebnisses:

Detailaufnahme. Beachten Sie die Blase oben rechts. Trotz der Suboptimalität der Teigbeschaffenheit habe ich mich getraut, die Pseudosachertorte meiner Oma und einer ihrer Nachbarinnen vorzusetzen. Immerhin: sie aßen beide jeweils zwei Stücke und behaupteten, sie schmeckten.

Um aber zum Eingangsthema zurückzukommen: Habt ihr im Titelbild die innovative Stückeeinteilung der Torte bemerkt? So kann sich jeder nach Bedarf und Hunger ein großes oder kleineres Stück aussuchen. Durch das eigenwillige Aufgehverhalten wurde zudem für Abwechslung in der dritten Dimenson (Y-Achse) gesorgt.

Dazu waren keinerlei Zusatzgeräte nötig: nur ein Messer, Scholli2000s unzureichendes Symmetriegefühl und unprofessionell untergehobener Eischnee.

Individuell auf die Bedürfnisse der Esser abgestimmte Stückaufteilung Q.e.d.

13. 4. 2008 at 11.58 17 Kommentare

Schweinefleisch süß-sauer aus dem Wok

Schweinefleisch süß-sauer
Foto: Scholli2000

Die Quellenlage ist nicht ganz eindeutig, ob Schweinefleisch süß-sauer nun wirklich authentisch chinesisch ist oder nicht. Egal, es schmeckt lecker und zum gemeinsamen Kochen hatte sich mein Brüderchen das Gericht gewünscht.

Und so geht das (das Rezept ist eine Mischung aus diesem Rezept und einem Meine-Familie-und-ich-Rezept, nach dem ich das Gericht schon seit Jahren koche:

Zunächst wird der Reis aufgesetzt, dann das Schweinefleisch (Filet/Lende) frittiert und danach das Gemüse und die Süß-sauer-Soße zubereitet.

Reis

  • Basmatireis mache ich immer idiotensicher als Quellreis. Dazu gibt man eine Tasse Reis pro Person in einen Topf und die doppelte Menge kaltes (!) Wasser und Salz.
  • Das Ganze wird erhitzt. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, wird die Herdplatte ausgeschaltet. Der Rest geht von allein. Nach zwanzig Minuten ist der Reis fertig und fast immer perfekt.

Während der Reis gart, kann man das

Schweinefleisch frittieren

  • Das Schweinefilet (werktags sind auch minderwertigere Teile erlaubt) wird in mundgerechte Stücke geschnitten.
  • Ein mit der Gabel zerkleppertes Ei wird mit 4 EL Wasser, ebensoviel Stärke und etwas Salz verrührt.
  • Zum Frittieren wird hitzebeständiges Öl im Wok erhitzt. Es reicht, wenn der Boden zwei bis drei Zentimeter mit Öl bedeckt ist
  • Die Fleischstücke werden durch die Eimischung gezogen und im heißen Öl goldbraun frittiert.
  • Bis das Gericht fertig ist, kann man das Fleisch warmstellen. In unserem Fall kam es in den Backofen mit Höhensonne (Infrarotgrill auf 80°C).
  • Für den nächsten Arbeitsgang befindet sich nun zuviel Öl im Wok. Überflüssiges wird abgegossen. Natürlich nicht in den Ausguss, sondern (durch ein Sieb) in ein Gefäß, damit man es später nochmal verwenden kann.

Jetzt geht’s ans

Gemüse-Pfannenrühren

Das Pfannenrühren im Wok erfordert es, alle Zutaten für die Verarbeitung vorzubereiten, weil es recht schnell gehen muss. Aber keine Angst! Im Gegensatz zur Panikmache im obigen Link, glaube ich nicht, dass das Gericht gleich misslingt, nur weil man etwas zu langsam ist. Man muss allerdings aufpassen, dass nichts anbrennt, denn gegart wird auf der höchsten Stufe und somit ist es unten im Wok sehr heiß.

Vorbereiten

  • 2 Paprika (grün, rot), 2 Möhren, 1 große Zwiebel, 1 Bund Lauchzwiebeln in Streifen bzw. Ringe schneiden.
  • Eine gute Hand voll Ananasstücke entweder aus der Dose nehmen oder eine frische Ananas in Stücke schneiden (wir hatten selbst eingefrorene Stücke, das ging auch gut.)
  • Knoblauch und Ingwer sehr fein würfeln.
  • Für die Soße je 3 Esslöffel Tomatenmark, Essig, Sojasauce und Ananassaft mit 1-2 EL Zucker, 1 EL Wasser, 2 EL Sherry und 1 EL Stärke mischen.

Garen

  • In das heiße Öl im Wok wird jetzt der Ingwer und das Knoblauch gegeben und gleich hinterher
  • das Gemüse. Man fängt am besten mit der Paprika an, die braucht am längsten zum Garen. Die ganze Zeit wird das Gemüse mit einem großen Löffel oder Pfannenwender wild bei hoher Hitze herumgewirbelt (pfannengerührt).
  • Wenn das Gemüse gar, aber noch knackig ist, wird die vorbereitete Soßenmischung dazugetan. Durch die Stärke entsteht sofort eine schleimige Bindung.
  • Danach wird alles abgeschmeckt mit Sojasauce, Sesamöl und je nachdem mit Gewürzen, die man gerade hat.

Süßsauer angerichtetAm Ende richtet man alles schön auf dem Teller an: Reis (der ist inzwischen fertig), Gemüse und obendrauf frittierte Fleischstücke.

Weil das Reinigen des Gusseisenwoks immer so viel Arbeit macht, werde ich in den nächsten Tagen weitere Gerichte darin kochen – ohne Zwischensäuberung unter Verwendung des Rests vom Vortag. So lohnt sich der Aufwand des Saubermachens und die Kruste im Wok wird immer aromatischer. Natürlich kann man das nicht ewig so weitermachen, aber drei Tage sind schon drin, wenn nicht gerade Hochsommer ist. :-)

28. 11. 2007 at 15.01 6 Kommentare

Schnellanleitung für italienisches Kochen

Nudeln kaufen.

Lautsprecherboxen aufdrehen:

Der Rest geht von alleine.

Scientology?

26. 10. 2007 at 14.10 3 Kommentare

Fischbrocken mit Bohnen, Kokossauce und Couscous

Fisch, Bohnen, Kokossauce, Couscous
Foto: Scholli2000

Eine Eigenkomposition:

  • Ich habe Kabeljaufilet ganz independently frisch aus der Tiefkühltüte in Bröckchen geschnitten und mit Butter und Speck scharf angebraten.
  • Dazu kamen frische grüne Bohnen. Alles wurde gebraten bis die Bohnen gar waren.
  • Aus ein bisschen Kokosmilch (oder -sahne?) habe ich dann mit etwas Zitronensaft und Sojasauce in der Fischpfanne ein Sößchen hergestellt.
  • Als Beilage gab es in Hühnerbrühe gequollenes Instant-Couscous, das mit Kurkuma gelb gefärbt wurde.

Geschmack: 1A, echt. Es bliebe zu klären, was eine Gourmetzunge von der Kokos-Speck-Kombination halten würde.

8. 10. 2007 at 23.10 5 Kommentare

Fischstäbchen deluxe ;-)

Fischstäbchen
Foto: Scholli2000

Schon wieder eine Kindheitserinnerung! Fischstäbchen mit Kartoffelpüree – aber nicht mit dem einfachen, wie Mama es selber aus Kartoffeln stampfte. Mit dem guten aus der Tüte!

(mehr …)

11. 9. 2007 at 23.04 5 Kommentare

Molekularküche: Kochsalz selbstgemacht

Kochsalzmolekül
Foto: Scholli2000

Hier ein Rezept aus meinen Kochanfängen, als ich mich nebenher noch mit Kosmos-Chemieexperimentierkästen beschäftigte.

Kochsalz im Eigenbau geht so:

Dazu passt ein kräftiger Rotwein, zum Beispiel Côtes du Ventoux.

Am besten schmecken Kochsalzmoleküle, wenn man sehr viele davon in einem Kristallgitter anordnet und z.B. auf ein Frühstücksei streut.

27. 8. 2007 at 13.37 Hinterlasse einen Kommentar

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