Pseudo-Sachertorte

Sachertortenversuch
Foto: Scholli2000

Wo ich gerade bei Jutta las, dass man Kuchenformen nicht braucht, die einen Kuchen unregelmäßig aufteilen, möchte ich hier den Beweis für diese Aussage liefern, den ich zufällig vor ein paar Tagen produziert habe.

Weil ich nämlich meiner vielen Eier nicht Herr wurde, hatte ich die Idee, mich ein zweites Mal an einer Sachertorte zu versuchen. Der erste Versuch hatte erst am Weißen Sonntag zu einem schmackhaften Ergebnis geführt, das aber mehr mit einem profanen trockenen Schokokuchen mit Glasur zu tun hatte, als mit der gewünschten Wiener Spezialität.

Nun, mein diesmaliges Ergebnis ist wieder nicht unlecker gewesen, aber auch noch nicht perfekt. Ich glaube, dass es daran lag, dass kein Triebmittel verwendet wurde, sondern Eischnee aus 8 Eiern, den ich unter mit Zucker, Kakao und Mehl schaumig gerührtes Eigelb heben sollte. Diese Eigelbmasse war so fest, dass mit Unterheben nicht viel zu erreichen war. Wahrscheinlich hätte ich sie besser erst mit ein bisschen Wasser verflüssigt, aber der Eischnee war schon in der Schüssel und so musste ich den Handrührer zuhilfe nehmen. Tja. Handrührer sind nicht gerade behutsam, wenn es um die Wahrung der fluffigen Eischneekonsistenz geht.

Hier eine Detailaufnahme des Ergebnisses:

Detailaufnahme. Beachten Sie die Blase oben rechts. Trotz der Suboptimalität der Teigbeschaffenheit habe ich mich getraut, die Pseudosachertorte meiner Oma und einer ihrer Nachbarinnen vorzusetzen. Immerhin: sie aßen beide jeweils zwei Stücke und behaupteten, sie schmeckten.

Um aber zum Eingangsthema zurückzukommen: Habt ihr im Titelbild die innovative Stückeeinteilung der Torte bemerkt? So kann sich jeder nach Bedarf und Hunger ein großes oder kleineres Stück aussuchen. Durch das eigenwillige Aufgehverhalten wurde zudem für Abwechslung in der dritten Dimenson (Y-Achse) gesorgt.

Dazu waren keinerlei Zusatzgeräte nötig: nur ein Messer, Scholli2000s unzureichendes Symmetriegefühl und unprofessionell untergehobener Eischnee.

Individuell auf die Bedürfnisse der Esser abgestimmte Stückaufteilung Q.e.d.

17 comments 13. 4. 2008

Waffle and Pancake Map of the Known World


Foto: Scholli2000

Wer hat Lust, bei einer Jahrhundertaufgabe mitzumachen?

Es handelt sich um ein Google-Map-Projekt. Mag sein, dass man einen Google-Account benötigt (haben blogger.com-Leute doch ohnehin schon, oder?). Wenn man bei seinem Google-Account angemeldet ist, kann man die Map zu seinen eigenen Maps nehmen, anschließend “Bearbeiten” anklicken und mit den dann auf der Karte oben links erscheinenden Buttons Punkte, Vielecke und so zeichnen und mit Text und Bild versehen. Vandalismus ist nur erlaubt, wenn er lustig ist.

Nochmal der Link: Waffle and Pancake Map of the Known World

Danke, Mimi9! :-)

11 comments 9. 4. 2008

Kochbananenchips aus der Minifriteuse

Kochbananenchips
Foto: Scholli2000

Einmal bekam ich von meiner Gemüsefrau Kochbananen geschenkt. Ich habe sie im Backofen mit Butter und Salz gebacken. Vor etwa drei Wochen war ich wieder bei der Gemüsefrau und habe ihr erzählt, dass die Bananenerfahrung ein Desaster war. Die liebe Frau hat mir umgehend zwei neue Bananen geschenkt und mir geraten, diese zu frittieren.

Wochen zogen ins Land, bis ich gestern wieder bei der Gemüsefrau war, die mich sogleich fragte, ob die frittierten Kochbananen geschmeckt hätten. Wahrheitsgemäß gestand ich, dass sie immer noch bei mir unverarbeitet herumlägen (nach ca. 10 Tagen hatte ich sie sicherheitshalber ins Gemüsefach gelegt), was zu großer Enttäuschungsbekundungen führte. Also versprach ich, mich um die Sache zu kümmern (das war gestern):

  • Kochbananen schälen und in halbwegs gleich dicke Scheiben schneiden.
  • Die Scheiben in Mehl wälzen - überschüssiges Mehl abschütteln (z.B. im Friteusenkorb über der Spüle).
  • Pflanzenöl erhitzen (hier: in meiner superen Mini-Friteuse) und
  • die Scheiben bei 190° C goldbraun frittieren.
  • Leicht salzen.

Welch eine Freude! So schmecken Kochbananen absolut lecker!

Inzwischen gehe ich davon aus, dass bei meinem ersten Versuch die Bananen viel zu unreif waren. Die frittierte Variante wird garantiert bei meinem nächsten Festmenü irgendwie zum Einsatz kommen!

10 comments 4. 4. 2008

Bärlauch-Graupen-Getöse

Bärlauchgraupen
Foto: Scholli2000

Da bin ich wieder. Die Zeit in der blogfreien Zone habe ich auch mit Fernsehen verbracht. Und so sah ich eine Kochshow vom Johannes Kerner, die heißt “Kerner kocht” oder “Kochen mit Kerner”. Darin kochen verschiedene Köche verschiedene Gerichte und damals kochte einer von denen Graupen mit Bärlauch. Das fand ich interessant und wollte es nachkochen, leider habe ich das Rezept aber auf der Kerner-Seite vom ZDF nicht gefunden, so dass es hier eine independente Version gibt, die man fast Risotto nennen könnte:

  • Scholli mit GerätPerlgraupen in Olivenöl anschwitzen,
  • mit Weißwein und Brühe nach Wahl ablöschen, so dass die Graupen quellen können.
  • Wenn die Graupen weich sind (ggf. Brühe oder Wein hinzufügen), fein geschnittenen Bärlauch und etwas geriebenen Parmesan hinzufügen und rühren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich habe auch noch einen Stich Butter drangetan getreu dem Motto: unter zwei Sorten Fett geht gar nicht.

13 comments 3. 4. 2008

OMG, I’ve been meme tagged! … und das Bücherstöckchen

Eigentlich geht’s mir ja wie meiner Zwillingsbloggerin Mimi:

“jumping in [die Blogosphere] and playing with my new friends and potential new friends has been a little intimidating.”

Stöckchen und Blogevents und sowas bisher

“was too much commitment for me.”

Daher hab ich das mit dem Bücherstöckchen auch noch nicht gemacht, Barbara.
Das hole ich jetzt aber nach. Allerdings verzichte auf die Kettenbriefkomponente (ich kenne gar nicht so viele, die noch nicht mitgemacht haben.)

Bücherstöckchen

  • Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
  • Öffne das Buch auf Seite 123.
  • Finde den fünften Satz.
  • Poste die nächsten drei Sätze.
  • Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger.

Wegen meiner Notebooklosigkeit muss ich es leider von der Arbeit aus machen, wo mich nur Fachbücher umgeben:

Ich erwähnte das bereits. Sie können diesen Umstand zu Ihrem Vorteil nutzen, wenn Sie die Anforderungen einer bestimmten DTD anpassen müssen. Ausgehend von der einfachen Rezept-DTD, die Ihnen in diesem Kapitel vorgestellt wurde, könnte der Code so aussehen: <!DOCTYPE recipe SYSTEM "simplerecipe.dtd" [ <!ELEMENT recipe [...]

Interessant, dass ausgerechnet ein Beispiel für Rezepte in dem Buch auftaucht.

So, nun zu Mimi9s Meme:

First the rules:

  1. Link to your Tagger and post these rules.
  2. Share 5 sordid facts about yourself.
  3. Tag 5 people at the end of your post and list their names, linking to them.
  4. Let them know they’ve been tagged by leaving a comment at their blogs.

And now without any further interruptions, 5 sordid facts about Scholli

  1. Letzte Woche bin ich zu einem Kurztrip gefahren und habe vorher nicht gespült, was meine Mutter(!) entdeckte und wegen Schimmelbildung (!!) dann an meiner Stelle gespült hat.
    Last week I was on a weekend trip to the Baltic Sea without having done the dishes before. My Mum (!) entered my house and did it for me. After my return she proclaimed she had had to do it, because there had been mold (!!) on the dishes.
  2. Ich treibe null Sport und sehe dabei trotzdem top aus.
    The amount of days I take exercise each week is zero. This does not affect my flawless outer appereance.
  3. Ich demütige meine untergebenen Kollegen.
    I abase my subordinates at work.
  4. Ich habe einmal beim Datum eines Blog-Posts geschummelt.
    Once I lied about the date of a blog article.
  5. Die Kollegen, die ich demütige, sind mir in Wirklichkeit gar nicht untergeben.
    The subordinates I mentioned above aren’t sub to me at all.

So, das war’s. Ich fühle mich irgendwie besser jetzt.

Wer Spaß an solchen Geständnissen hat, sollte auch mal beim Tableau unserer Ticks der Süddeutschen Zeitung reinschauen. Und natürlich selber das Meme bloggen!

Äh… 6. Ich habe die Frühstückspause wegen dem hier um mindestens zwanzig Minuten überzogen.

3 comments 6. 3. 2008

Wo ist Scholli?

Scholli unvollständig
Foto: Scholli2000

Sicher wundern sich meine Scharen von Lesern, wieso hier nur noch so wenige Beiträge erscheinen. Ich will den Grund gerne verraten: Mein Notebook ist seit drei Wochen zur Reparatur in Österreich.

Nächste Woche soll es wieder da sein. Dann geht’s hier rund wie lang nicht mehr.*

Euer
Scholli2000

*Oder auch nicht, weil ich gerade erkenne, dass Bücherlesen eine interessante Alternative zum Bloggen ist. :-)

17 comments 5. 3. 2008

Penne, Broccoli, Gorgonzola, Mandeln

Penne mit Broccoli und Gorgonzolasauce
Foto: Scholli2000

Nachdem ich Bollis vortrefflichen Radicchio vor knapp zwei Wochen mit Chicoree nachgebaut hatte, hatte ich noch Gorgonzola übrig und daraus wurde mit dem gerade günstig zu bekommenden Broccoli Vorstehendes nach folgender Vorgehensweise:

  • Broccoli in wenig Salzwasser garen, so dass er noch knackig ist,
  • in einem Topf Gorgonzola in etwas warmer Milch auflösen,
  • Mandelstücke in Butter anbraten,
  • Penne rigate vom Vortag mit allem vermischen.

Ja, doch, ich war durchaus zufrieden. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. :-)

7 comments 22. 2. 2008

Döppesschavur met Hackes, Erbere un Kiës (Wirsingauflauf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Käse)*

Wirsingauflauf mit Hackfleisch und lecker!
Foto: Scholli2000

Ein Wirsing ist ganz schön groß. Wenn was übrig bleibt ist ein Auflauf eine tolle Art der Resteverwertung. Bei mir steht dieser Auflauf trotzdem am Anfang der Verwertungskette.

  • Gehacktes (bei mir vom Rind) mit Zwiebeln und ein bisschen Tomatenmark anbraten,
  • mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Einen halben Wirsing in Streifen schneiden, waschen und zu dem inzwischen gebräunten Gehackten in den Topf geben, damit er im Dampf (ggf, ein bisschen Wasser zugeben) vorgaren kann.
  • Jede Menge Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und pfannenweise anbraten.
  • Danach geht’s ab in die Auflaufform: z.B. Boden mit Kartoffelscheiben bedecken (salzen), eine Lage Wirsing drüber, Gehacktes darauf verteilen, mit den restlichen Kartoffelscheiben bedecken, nochmals würzen (Knoblauch passt auch - in meinem Fall gab Knoblauchgranulat ein schönes Angebrannterknoblaucharoma) und am Ende mit Sahne übergießen und großzügig mit geriebenem Emmentaler belegen.
  • Im Ofen bei ca. 170°C für etwa 30 Minuten garen.

Ich hab’s schon wieder geschafft! Den Auflauf gab’s gestern und heute kann ich Reste davon verzehren. Dem Wachstum nach oben steht nichts mehr entgegen!

*Dieses Gericht wurde inspiriert vom Mittagspausenauflauf meines Lieblingskollegen Bernd.

9 comments 13. 2. 2008

Le sol de Scholl

Pizza Scholli
Foto: Scholli2000

Nachdem ich erkannt hatte, dass sich der Pizzabelag auf dem Boden doch nicht so gut macht, war ich froh, dass man von diesem wie immer essen konnte.

Pizza

Hätte ich Gäste gehabt, hätte ich trotzdem auf die linke Variante verzichet. Versprochen!

13 comments 7. 2. 2008

Baby-Bananen und Kokossauce

Babybananen auf ihrer Tüte
Foto: Scholli2000

Meine neu entdeckte Gemüsefrau hat mir was geschenkt. :-) Nachdem ich zwei Kochbananen gekauft hatte, hatte ich ihr erzählt, dass ich nicht verstehe, wieso Leute beim Kauf unreife Bananen reifen vorziehen. Daraufhin ist sie kurz in ihrem Lagerräumchen verschwunden und kam mit einem Beutel Babybananen wieder heraus - schön reifen, die sie aber so nicht mehr verkaufen könne und die ich deshalb nicht bezahlen durfte.

Babybananen frontalAuf ihren Rat habe ich die Banänchen mit ein bisschen Honig in Butter angebraten, das mache ich auch mit den großen gelegentlich. Dazu habe ich Kokosmilch geschüttet, die ich noch im Kühlschrank hatte. Nach dem Anrichten kam noch ein bisschen schnelle Schokoladensauce (Wasser, Kakaopulver und Zucker zu gleichen Gewichtsanteilen aufkochen lassen) dazu. Man konnte es sehr gut essen, lediglich die etwas breiige Konsistenz der Kokossahne liegt vielleicht nicht jedem.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Was mache ich aus den Kochbananen?

6 comments 3. 2. 2008


Scholli2000 antwortet.

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